Die Geschichte des Kaltwasserhofes

 

Am Westhang des Schauinslandes, auf einer Höhe von 880m über dem Meer und in der damaligen Gemeinde Geiersnest gelegen, befindet sich der Kaltwasserhof, das höchst gelegene Anwesen der Gemeinde St. Ulrich. Versteckt hinter dem Hügel ist der Kaltwasserhof erst sichtbar, wenn man unmittelbar davor steht.

Erster Besitzer und erbauer des Hauses Nr. 32 im Kaltwasser war Michael Burkert. Im Familienbuch der Pfarrgemeinde St. Ulrich heißt es: „Michael Burkert … erhielt im Kaltwasser ein Stück Feld vom Hofgut, worauf er das Haus Nr. 32 im Jahr 1787 neu erstmals erbaute…“.

Im Jahr 1801 verkaufte Michael Burkert den Kaltwasserhof an seine Tochter Maria Burkert. Nach Ihrem Tod im Jahre 1842 wurde der Hof von den Geschwistern am 04. Februar 1852 für den Preis von 3350 Gulden an Michael Gutmann übergeben.

Schon knapp zwei Jahre später wurde der Hof wieder verkauft, diesmal an die Schwester des Besitzers Theresia Gutmann, zu einer Summe von 2549 Gulden.

Auch sie war nicht lange Besitzer des Hofes: Am 16. Juni 1865 wurde der Kaltwasserhof an ihre Nichte Maria Gutmann um die Summe von 3600 Gulden verkauft. Nach dem Tod ihres Ehemannes wurde der Hof wieder veräußert, dieses mal an Johann Heine, und zwar am 20. August 1877 für 9085 Mark und 71 Pfennig.

Im Grundbuch St. Ulrich steht unter dem 03. Juli 1893 folgender Eintrag: „Dem Kaltwasserbauern Johann Heine in St. Ulrich, z. Zt. An unbekanntem Ort abwesend, und seiner Ehefrau Maria, geb. Burgath in St. Ulrich, wird das Vermögen und die Liegenschaften öffentlich versteigert.“ Bei dieser Versteigerung am 01. Mai 1893 ersteigerte Anselm Heine das Anwesen für 6995 Mark.

Am 30. Juli 1893 wurde dann der Kaltwasserhof an Sverin Kenk für 6000 Mark veräußert.

Zum Preis von 10500 Mark wurde dann am 16. Juni 1933 „ein zweistöckiges Wohnhaus mit Balkenkeller, Scheuer, Stall, unter einem Dach und angebautem einstöckigen Brunnenschopf mit Schweinestallungen“ per notarieller Vermögensübergabe an den Sohn Ulrich Kenk übergeben.

Ulrich baute zwischen 1964 – 1968 das komplette Gebäude in den heutigen Zustand um .

Nach dem Tod von Ulrich Kenk (Herzinfarkt) wurde das gesamte Grundstück und Gebäulichkeiten dem Sohn Helmut Kenk übergeben, den er bis heute mit seiner Ehefrau Agatha Kenk und den Söhnen Markus und Michael bewirtschaftet.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok